wohninsider Oktober/November 2017
108 wohninsider.at RAUM : OBJEKT vom Stehtisch zur normalen Tischhöhe. Ad hoc-Meetings und informeller Austausch wer- den durch vorspringende Basiselemente er- leichtert, die als zwanglose Sitzgelegenheiten dienen.“ Box-to-Box Format Die Layer-Aufstellung besteht aus bündig konfigurierten, im Box-to-Box-System lü- ckenlos aneinanderschließenden Modulen. Verschiedene Öffnungsmechanismen – Mo- noslide, Laden und Klappen – setzen zu- gleich auch unterschiedliche optische Akzen- te. Struct Layer fungiert als Trennwand oder Zonierungssystem im Office – denn auch in einem kommunikativen und kooperativen Umfeld braucht es zurückgezogenes kon- zentriertes Arbeiten für sich, und dazu den rechten Ort. Alle Funktionen – Arbeitsplatz, Kommunikations-Hotspot, Stauraumsystem – haben einen einheitlichen Look. Unkonventionelle Geister werden sich von verschoben gereihten Layer-Anordnungen, wie sie ebenfalls möglich sind, angesprochen fühlen und diese realisieren. Die Schieber und Ladengriffe der einzelnen Boxen sind in einer angedeuteten Wellenform gestaltet, um ihre bloße Funktionalität ein wenig aufzulockern. Die Boxen sind wahlweise versperrbar oder nicht, mit Metallteilern oder ohne (zum Bei- spiel für Postfächer) ausgestattet. Skylines und Inseln Ebenso, wie horizontal „verschobene“ Lay- er-Anordnungen möglich sind, so auch die baukastenartige Zusammensetzung von ver- tikalen „Office Skylines“. Tatsächlich erin- nert die Aneinanderreihung von höheren und weniger hohen Modulen ein wenig an Wol- kenkratzer-Skylines. Daran können sich in- tegrierbare oder freistehende Schreibtische anschließen. Vorspringende Basiselemente la- den zum Sitzen und zu spontaner Kommuni- kation ein (und sind wahlweise mit Sitzaufla- ge zu haben). Die einzelnen Elemente von Struct sind so leicht umgruppierbar, dass die Nutzer auto- matisch dazu verleitet werden, verschiedene Anordnungen auszuprobieren und damit zu experimentieren. So entstehen im Handum- drehen neue, den wechselnden Anforderun- gen angepasste Raumgliederungen, so etwa zentrale Blöcke aus horizontal und vertikal konfigurierten Boxen bzw. beidseitig nutzba- re Office-„Inseln“. Offene Fächer und Sitz- elemente lockern das Erscheinungsbild wei- ter auf. In welcher Preisklasse bewegen sich die Mo- dule? Gabriele Blaha: „Ausgangspunkt für die Entwicklung von Struct war die Forderung: Design muss nicht teuer sein! Struct ist preis- lich modular aufgebaut. Die Basic-Ausstat- tung entspricht anderen Stauraumsystemen.“ Die Basiselemente können mit unterschiedli- chen Öffnungsmechanismen wie Schiebetü- ren aus beschichteter Feinspanplatte, Metall oder Plexiglas, Metallklappen und Laden un- terschiedlicher Höhe ausgestattet werden. Die Materialvielfalt reicht von der Feinspanplatte bis zu speziellen High-Tech-Oberflächen wie Nano und Lino. Der Rücksprung von 55 mm dient zur Aufnahme von Akustiksandwich, Magazinleiste, White- oder Blackboard (zum Beschreiben mit Whiteboardstift bzw. Kreide). Struct ist vom sechsköpfigen Blaha-Design- team unter Federführung von Brigitta Ne- meth entwickelt worden. www.blaha.co.at Meeting Point und Wissens-Hotspot. Struct als Bibliothek, eine Kombination offener und geschlossener Fächer für Unterlagen und Lektüre. „Das autonom gestaltbare, variabel funktionale Box-to-Box- System strukturiert den Open Space.“
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